Home › Insights › B2B-Anzeigentexte schreiben: Warum Features nicht verkaufen
Die meisten B2B-Ads machen alles richtig. Und genau das ist das Problem. Sauberes Design, korrekte Botschaft, jede Funktion ordentlich aufgelistet. Und trotzdem null Leads. Weil niemand eine Funktionsliste kauft.
Warum „korrekte“ Anzeigen trotzdem scheitern
Ein Geschäftsführer wacht nicht auf und denkt an eure Features. Er denkt daran, ob nächsten Monat genug reinkommt. Daran, dass neue Kunden bisher nur über Empfehlungen kommen. Und daran, dass er Geld in Marketing steckt, ohne zu wissen, ob es etwas bringt. Eine Anzeige, die Funktionen aufzählt, redet an all dem vorbei.
Was einen Entscheider wirklich bewegt
Zwei Dinge: der Zustand, aus dem er raus will, und das Ziel, zu dem er hin will. Planbare Anfragen statt Empfehlungs-Lotterie, ein System, das liefert statt nur kostet. Euer Produkt kommt dabei fast nebenbei vor, es ist nur die Brücke zwischen beidem.
Die perfekte Anzeige beschreibt nicht euer Produkt. Sie beschreibt euren Käufer so genau, dass er denkt: Das sind wir.
Wie ihr das in euren Anzeigen umsetzt
Bevor ihr eine Zeile Anzeigentext schreibt, beantwortet drei Fragen aus Sicht eures besten Kunden: In welcher Situation steckt er gerade? Was hat er schon erfolglos versucht? Woran würde er merken, dass sich die Investition gelohnt hat? Die Antworten sind euer Anzeigentext, fast wörtlich. Deshalb gewinnt im Test auch regelmäßig die vermeintlich „schlechtere“ Anzeige: die, die weniger poliert klingt, aber die Situation des Käufers trifft, schlägt die glatte Feature-Liste.
Häufige Fragen
Dürfen Features gar nicht in die Anzeige?
Doch, aber als Beleg, nicht als Botschaft. Erst das Problem und das Ergebnis, dann die ein oder zwei Funktionen, die genau dieses Ergebnis glaubwürdig machen.
Woher weiß ich, was meine Kunden wirklich bewegt?
Aus echten Gesprächen: Sales-Calls, Onboarding-Gespräche, Kündigungsgründe. Die Formulierungen, die Kunden dort selbst benutzen, sind fast immer stärker als alles, was ein Texter erfindet.
Gilt das auch für Suchanzeigen bei Google, nicht nur für LinkedIn?
Ja, mit einem Unterschied: Bei Google kennt ihr die Suchintention bereits. Die Anzeige muss die Suchanfrage aufgreifen und trotzdem das Ergebnis verkaufen, nicht die Funktionsliste.
Wie viele Anzeigenvarianten sollte ich testen?
Wenige, aber grundverschiedene. Zwei Varianten mit unterschiedlichem Kernversprechen bringen mehr Erkenntnis als zehn Varianten desselben Textes mit anderen Adjektiven.
Die beste Anzeige stirbt trotzdem, wenn die Seite dahinter nicht trägt: Warum gute Kampagnen an schlechten Landing Pages sterben. Mehr dazu in unserem kostenlosen Whitepaper zur B2B-Leadgenerierung.
B2B Performance Marketing Consultant (Google Ads, LinkedIn Ads, Meta Ads) für B2B-KMU und Startups im DACH-Raum, von Barcelona aus. LinkedIn-Profil