Home › Insights › LinkedIn Ads Audience Expansion: Warum ihr das Default-Häkchen ausschalten solltet
LinkedIn Ads hat ein Default-Häkchen, das euer Budget verbrennt. Ich schalte LinkedIn Ads seit Jahren, und in jedem neuen Konto fliegt es als Erstes raus: „Zielgruppe erweitern“, auf Englisch Audience Expansion.
Was Audience Expansion tatsächlich macht
Euer Targeting ist meist bewusst eng gefasst, zum Beispiel Geschäftsführer in SaaS-Unternehmen mit über 200 Mitarbeitern. Audience Expansion packt dem Kampagnen-Auktionssystem einen zweiten, deutlich breiteren Datensatz obendrauf, der oft komplett irrelevant für euer Angebot ist. Euer Budget verteilt sich auf mehr Personen, und der Cost per Lead steigt, ohne dass ihr das auf den ersten Blick bemerkt.
Warum die Einstellung ab Werk aktiv ist
Im B2B gewinnt Präzision, nicht Reichweite.
LinkedIn verkauft die Funktion als „mehr Reichweite“. Im Kern ist sie ein Mechanismus, der euer Ad Spend erhöht, deshalb ist sie standardmäßig aktiviert. Fairerweise: LinkedIn hat insgesamt weniger solcher Standard-Fallen als andere Plattformen. Aber diese eine kostet viele B2B-Konten spürbar Budget, gerade weil B2B-Zielgruppen oft ohnehin schon klein und spezifisch sind.
Was ich in jedem neuen Konto prüfe
Audience Expansion gehört zu einer kurzen Liste von Standardeinstellungen, die ich in jedem übernommenen Konto als Erstes kontrolliere, bevor ich mir überhaupt Gebote oder Anzeigentexte ansehe. Deaktivieren, Targeting selbst steuern, und das Budget dort einsetzen, wo es aufgrund eurer eigenen Definition der Zielgruppe auch hingehört.
Häufige Fragen
Verliere ich durch das Ausschalten wichtige Reichweite?
Ihr verliert Reichweite bei Personen außerhalb eures definierten Targetings. Im B2B ist das in aller Regel gewollt, weil diese zusätzliche Reichweite selten zu echten Leads führt.
Gibt es ähnliche Standardeinstellungen bei Google Ads?
Ja, zum Beispiel automatisch aktivierte Displaynetzwerk-Erweiterungen oder breite Keyword-Übereinstimmungen ohne entsprechende Ausschlüsse. Das Grundprinzip ist dasselbe: mehr Reichweite auf Kosten der Präzision.
Wie schnell merke ich einen Unterschied nach dem Deaktivieren?
Meistens innerhalb der ersten ein bis zwei Wochen, sobald genug neue Daten ohne die erweiterte Zielgruppe vorliegen.
Sollte ich das auch bei bereits gut laufenden Kampagnen prüfen?
Besonders dort. Eine gut laufende Kampagne mit aktivierter Audience Expansion performt mit korrektem Targeting oft noch einmal deutlich effizienter.
Verwandt: LinkedIn Ads Budget-Realität für KMU und Meta Ads B2B Placements.
Ein Blick auf genau solche Standardeinstellungen gehört zu jedem Konto-Audit, den ich mache. Mehr dazu steht in unserem kostenlosen Whitepaper zur B2B-Leadgenerierung, oder unverbindlich sprechen.
B2B Performance Marketing Consultant (Google Ads, LinkedIn Ads, Meta Ads) für B2B-KMU und Startups im DACH-Raum, von Barcelona aus. LinkedIn-Profil